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Die besten Systeme für Restaurants 2026 in DACH

Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ein Restaurant führt, sucht meist zwei Dinge auf einmal: eine Kasse, die das Finanzamt akzeptiert, und einen schnellen Weg vom Gast über den Kellner in die Küche. Hier vergleichen wir sechs Systeme, die Gastronomen in der Region tatsächlich in die engere Wahl nehmen, mit qmen.us – mit öffentlichen Preisen, ehrlichen Grenzen und einem klaren „am besten für“ zu jedem.

Aktualisiert am 29. Oktober 2026 9 Min. Lesezeit Für: Inhaber
Kurze Antwort

Brauchst du eine Kasse mit TSE (Deutschland) oder Signatur (Österreich), führt kein Weg an einem Kassensystem wie orderbird, ready2order, SumUp, Lightspeed, gastronovi oder Vectron vorbei. qmen.us ist keine Kasse: Es ist ein kostenloses Bestellsystem mit QR-Speisekarte, Kellner-App und Küchenmonitor, das du neben deiner zertifizierten Kasse einsetzt.

Was ein „System für Restaurants“ heute umfasst

Unter dem Suchbegriff „Kassensystem Gastronomie“ landen sehr unterschiedliche Produkte. Ein klassisches Kassensystem erfasst Umsätze, druckt den Beleg, rechnet mit Karte ab und speichert alles manipulationssicher – in Deutschland mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE), in Österreich mit einer Signaturerstellungseinheit nach der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV). Daneben gibt es Bestell- und Küchensysteme: die Kellner-App auf dem Handy, den Monitor in der Küche, die QR-Speisekarte am Tisch und die Bestellung von zu Hause.

Die großen Anbieter in der Region verkaufen beides als Paket, meist als Abo pro Gerät oder Lizenz und mit Zusatzmodulen wie Küchenmonitor, Reservierung oder QR-Bestellung. qmen.us deckt nur den zweiten Teil ab, dafür ohne Monatsgebühr und ohne Provision pro Bestellung. Wichtig ist also zuerst die Frage, welchen Teil du überhaupt suchst.

In Deutschland gibt es keine allgemeine Pflicht, überhaupt eine elektronische Kasse zu nutzen. Wer aber Geschäftsvorfälle mit einem elektronischen Aufzeichnungssystem erfasst, muss es nach § 146a der Abgabenordnung mit einer zertifizierten TSE schützen, jedem Gast einen Beleg ausstellen und das System innerhalb eines Monats nach Anschaffung über Mein ELSTER beim Finanzamt melden. In Österreich gilt die Registrierkassenpflicht, sobald ein Betrieb mehr als 15.000 € Jahresumsatz und mehr als 7.500 € Barumsatz hat. Für die Schweiz haben wir keine Pflicht zu einer zertifizierten Fiskalkasse gefunden; dort gelten die Buchführungs- und Aufbewahrungspflichten des Obligationenrechts.

Warum der Vergleich vor dem Vertrag zählt

  • Laufzeiten binden dich. orderbird PRO wird zum Beispiel mit 12 Monaten Laufzeit angeboten, gastronovi hat bei Monatstarifen 3 Monate Mindestlaufzeit. Ein falscher Griff kostet ein Jahr.
  • Der Grundpreis ist selten der Endpreis. Küchenmonitor, Kassenbuch, TSE, QR-Bestellung und zusätzliche Geräte kosten bei vielen Anbietern extra – pro Monat und pro Gerät.
  • Kartengebühren laufen bei jedem Umsatz mit. Zwischen 1,09 % und 1,49 % bei orderbird MINI, 1,23 % bei readyPay, 1,29 % bei Vectron SMART und 1,39 % im gebührenfreien SumUp-Tarif.
  • Fiskalpflicht ist nicht verhandelbar. Ein System ohne TSE oder RKSV-Signatur darf in Deutschland bzw. Österreich nicht als Kasse dienen.
  • Nicht jedes Haus braucht alles. Ein Café mit Tresenverkauf braucht keine Tischverwaltung; ein Restaurant mit 20 Tischen braucht die Bestellung am Tisch und den Weg in die Küche.

Die Systeme im Vergleich

Alle Preise stammen von den Preisseiten der Anbieter, geprüft am 28. Oktober 2026. Wo ein Anbieter „zzgl. MwSt.“ angibt, steht „netto“; wo die Seite nichts dazu sagt, lassen wir es offen.

SystemGrundpreis pro MonatKartenzahlungTSE / RKSVAm besten für
qmen.us0 €, keine Provisionnicht angebotennein, keine KasseBestellung, QR und Küche neben der bestehenden Kasse
orderbird PROPaket S 99,90 € netto mit orderbird-Kartenzahlung, 119,90 € ohneGebühren auf AnfrageOnline-TSE inklusiveRestaurants mit Tischservice, alles aus einer Hand
ready2order35,90 € + Gastro-Paket 23,90 € nettoreadyPay 1,23 %TSE-Paket 15,90 € (DE), Signatur-Zertifikat 12 € (AT)Kleine Betriebe in Deutschland und Österreich
SumUpKassensoftware 0 €, Kassensystem Plus 49 € netto1,39 % ohne AboTSE integriertWer schon mit SumUp-Terminals kassiert
LightspeedBasic 89 €, Core 159 €, Pro 249 €auf Anfragenicht in der PreistabelleMehrere Geräte, Küchendisplay, QR-Bestellung im Paket
gastronoviKasse mit Küchenmonitor 69 € (1. Lizenz)gastronovi Pay, gestaffeltCloud-TSE 14 €, RKSV-Lizenz 14 €Modulares Komplettpaket bis Warenwirtschaft
Vectron SMART34,90 € + Kasse ab 24,90 €1,29 % (Amex 1,9 %)über den FachhändlerService vor Ort durch einen Händler

qmen.us

qmen.us ist eine Web-App für den Ablauf zwischen Gast, Kellner und Küche: digitale Speisekarte mit QR-Codes pro Tisch, Kellner-App im Handy-Browser, Küchenmonitor mit mehreren Stationen in Echtzeit, ein Abholbildschirm für den TV, Selbstbestellung über den Tisch-QR und Bestellungen von zu Hause mit Liefergebühr nach Stadtteil oder Entfernung, Mindestbestellwert, Übergabe an den Fahrer und Statusseite. Bons druckt ein Agent für Linux/Windows oder eine Android-App auf dem Thermodrucker, auch ohne Internet. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, Preise stehen in Euro oder Franken. Es kostet nichts: keine Monatsgebühr, keine Provision pro Bestellung, kein bezahlter Tarif, keine Kreditkarte; du meldest dich mit einem Google-Konto an.

Die Grenzen sind deutlich: qmen.us ist keine Kasse und hat weder TSE noch RKSV-Signatur. Es gibt keine Kartenzahlung, kein Terminal, keine Anbindung an Lieferando oder Uber Eats, keine Lagerhaltung, keine Reservierung, keinen Tischplan, nur einen Standort pro Konto und nur die Rollen Inhaber, Kellner und Küche. Support kommt von einem kleinen Team in Brasilien über die Kontaktseite und WhatsApp. Kassiert wird bei dir weiter an der zertifizierten Kasse.

orderbird

orderbird PRO ist laut Anbieter für Restaurants, Cafés und Bars gebaut; orderbird hat eigene Seiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz. orderbird PRO kommt als Paket S (1 Gerät), M (2 Geräte, mit Kassenbuch und Gutscheinsystem) und L (3 Geräte, zusätzlich Reservierung) für 99,90 €, 139,90 € und 169,90 € netto im Monat mit orderbird-Kartenzahlung, sonst 20 bis 30 € mehr, bei 12 Monaten Laufzeit. Enthalten sind Online-TSE, Onboarding und 24/7-Notfallsupport. Küchenmonitor (29,90 € pro Bildschirm) und QR-Bestellsystem (39,90 €) kosten extra, das digitale Menü ist laut Preisseite kostenlos. Für kleine Konzepte gibt es orderbird MINI, ein Kompaktgerät mit Kartenleser und Drucker ab 149 € einmalig plus Lizenz ab 18,33 € im Monat. Am besten für: Restaurants mit Tischservice, die Kasse, Kartenzahlung und Bestellung von einem Anbieter wollen.

ready2order

ready2order hat Preisseiten für Deutschland und Österreich. Das Kassensystem-Abo kostet 35,90 € netto im Monat pro Kasse, für Tischservice kommt das Gastro-Paket mit Tischplan und Funkbonieren für 23,90 € dazu. In Deutschland kostet das TSE-Paket 15,90 € im Monat; in Österreich gibt es das Signaturpflicht-Zertifikat für 12 € im Monat, die Jahresbelegprüfung für 70 € im Jahr und die Kassenanmeldung für 69 € einmalig. Dazu kommen 99 € Aktivierung. Am besten für: kleine Cafés, Bars und Restaurants, die eine günstige zertifizierte Kasse mit Tischfunktion suchen.

SumUp

SumUp ist vor allem für Kartenterminals bekannt. Die Kassensoftware gibt es ohne Monatsgebühr; du zahlst dann nur die Transaktionsgebühr, laut Preisseite 1,39 % für Vor-Ort-Zahlungen. Mit dem Kassensystem Plus für 49 € netto im Monat kommen Raumplan, Tischverwaltung und Bestellungen an die Küche dazu; eine TSE ist laut SumUp integriert. Am besten für: Betriebe, die bereits mit SumUp kassieren und eine einfache Gastro-Kasse dazunehmen wollen.

Lightspeed

Lightspeed hat 2020 den deutschen Anbieter Gastrofix übernommen; Gastrofix heißt heute Lightspeed. Der Restaurant-Tarif Basic kostet 89 € im Monat mit einer Lizenz, Core 159 € mit zwei und Pro 249 € mit drei Lizenzen, jede weitere 49 €. Ab Core sind QR-Bestellung und -Zahlung enthalten, und die Lizenzen lassen sich als Kasse, Tableside-Gerät oder Küchendisplay nutzen. Zahlungsgebühren nennt die Seite nicht. In der Schweiz kosten dieselben Tarife 89, 159 und 249 CHF. Am besten für: größere Häuser mit mehreren Geräten und Online-Bestellung.

gastronovi

gastronovi ist ein modulares System mit Preisen in Euro und Franken. Die Kasse inklusive Küchenmonitor kostet 69 € im Monat für die erste Lizenz (59 € für die zweite bis fünfte), die Cloud-TSE 14 €, für Österreich die RKSV-Lizenz ebenfalls 14 €. Das Bestellsystem kostet 69 € im Monat oder 29 € plus 5 % des Online-Umsatzes. Dazu gibt es Module für Reservierung, Warenwirtschaft, Kalkulation und Mehrbetrieb. Monatstarife haben 3 Monate Mindestlaufzeit. Am besten für: Betriebe, die viele Funktionen aus einem System wollen.

Vectron

Vectron baut stationäre und mobile Kassen und verkauft über mehr als 300 Fachhändler, die vor Ort installieren und betreuen. Im Paket Vectron SMART kostet die Grundgebühr 34,90 € im Monat, eine POS 7 mit Drucker 39,90 €, der Küchenmonitor Order Hub 39,90 €; Kartenzahlungen kosten 1,29 % (Amex 1,9 %). Inhouse- und Online-Ordering sind im SMART-Paket enthalten, die TSE gibt es über den Fachhändler. Die Kassen arbeiten laut Hersteller auch offline. Am besten für: Häuser, die einen festen Ansprechpartner vor Ort möchten.

So findest du dein System in 5 Schritten

Diese Reihenfolge spart dir Probegespräche mit Anbietern, die gar nicht passen.

  1. Kläre die Fiskalpflicht zuerst

    Kassierst du in Deutschland mit einem elektronischen System, brauchst du eine zertifizierte TSE, eine Belegausgabe und die Meldung beim Finanzamt über Mein ELSTER. In Österreich brauchst du ab den Umsatzgrenzen eine Registrierkasse mit Signatur, angemeldet in FinanzOnline. Diese Kasse muss eines der zertifizierten Systeme aus der Tabelle oder ein vergleichbares sein – qmen.us kommt dafür nicht in Frage.

  2. Schreib deinen Ablauf auf

    Wie viele Tische, wie viele Kellner, eine oder mehrere Küchenstationen, Abholung, Lieferung? Ein Imbiss mit Tresen braucht andere Werkzeuge als ein Restaurant mit Terrasse. Notiere, wo heute Zettel verloren gehen oder Wege zu lang sind.

  3. Rechne den Monat ehrlich durch

    Addiere Grundpreis, jedes zusätzliche Gerät, Küchenmonitor, TSE, Kassenbuch und die Kartengebühr auf deinen Kartenumsatz. Bei 20.000 € Kartenumsatz im Monat sind 1,39 % zum Beispiel 278 €, 1,23 % sind 246 €.

  4. Teste mit echtem Service

    Nutze Testphasen in einer ruhigen Schicht und lass Kellner und Küche mitreden. qmen.us kannst du ohne Vertrag sofort neben deiner Kasse ausprobieren: Speisekarte anlegen, Tische drucken, einen Abend mitlaufen lassen.

    Tipp: Mit dem Speisekarten-Import per Foto ist deine Karte in qmen.us in wenigen Minuten angelegt; prüfe danach Preise und Extras.
  5. Lies die Laufzeit vor der Unterschrift

    Achte auf Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist, automatische Verlängerung und darauf, ob Hardware gekauft, gemietet oder an den Vertrag gebunden ist. Frag auch, wie du deine Daten beim Wechsel exportierst.

Häufige Fragen

Ist qmen.us ein Kassensystem mit TSE?+

Nein. qmen.us ist ein Bestell- und Küchensystem ohne TSE, ohne RKSV-Signatur und ohne Kartenzahlung. In Deutschland und Österreich kassierst du weiter über eine zertifizierte Kasse; qmen.us übernimmt die Bestellung am Tisch, den Weg in die Küche und den Bondruck. Ob dein Zusammenspiel steuerlich passt, klärst du am besten mit deinem Steuerberater.

Welches Kassensystem ist am günstigsten?+

Den niedrigsten Einstieg in der Tabelle hat SumUp mit einer Kassensoftware ohne Monatsgebühr, bei der nur die Kartengebühr anfällt. Mit Tischverwaltung kostet SumUp 49 € netto im Monat, ready2order mit Gastro-Paket 59,80 € netto. Was am Ende günstiger ist, hängt von Geräten, Zusatzmodulen und deinem Kartenumsatz ab.

Brauche ich in der Schweiz eine TSE?+

Eine Pflicht zu einer zertifizierten Fiskalkasse wie TSE oder RKSV haben wir für die Schweiz nicht gefunden. Es gelten die Buchführungspflicht und die zehnjährige Aufbewahrung der Bücher und Belege nach dem Obligationenrecht. Lass dir das von deiner Treuhand bestätigen.

Kann ich qmen.us mit orderbird oder ready2order kombinieren?+

Ja, nebeneinander: qmen.us hat keine Schnittstelle zu einer Kasse, die Bestellungen laufen also nicht automatisch in die Kasse. Du nutzt qmen.us für Speisekarte, Bestellung und Küche und tippst die Abrechnung an der Kasse ein. Für kleine Häuser funktioniert das, bei vielen Bons pro Tag ist eine integrierte Lösung bequemer.

Wer verdient an meinen Bestellungen mit?+

Bei qmen.us niemand: keine Provision pro Bestellung. Bei Kassensystemen zahlst du Abo und Kartengebühr, bei gastronovis Erfolgstarif für das Bestellsystem 5 % des Online-Umsatzes, und bei Lieferplattformen wie Lieferando eine Provision auf die vermittelten Bestellungen.

Quellen

Preise geprüft am 28. Oktober 2026; prüfe sie vor deiner Entscheidung auf der Seite des jeweiligen Anbieters.

Glossar

Kellner-App
Die Bestellseite, die jeder Kellner über einen eigenen Link des Restaurants öffnet, direkt im Browser des Handys.
Monitor
Der Wandbildschirm, der live die Warteschlange dieser Station zeigt, passwortgeschützt.
QR-Code des Tisches
Der auf den Tisch gedruckte Code, den der Gast mit dem Handy scannt, ganz ohne Login.
Speisekarte
Der Bildschirm mit deinen Artikeln, Kategorien, Preisen und Fotos. Von hier stammt die digitale Speisekarte, die der Gast über den QR-Code des Tisches sieht.

Passende Anleitungen

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Wenn die Anleitung nicht geholfen hat, schick uns deine Frage mit dem Namen deines Restaurants. Wir antworten innerhalb eines Werktags.

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